Diaphragmen und die Zirkulation – Eine Rezension von Sina Schmütz

Diaphragmen und die Zirkulation 
Fasziale Aspekte und Anwendung in Osteopathie und Yoga
Das o.g. Werk vom Haug Verlag aus dem Jahre 2015 befasst sich mit einem von vielen wichtigen Aspekten in der Osteopathie. Den beiden Autorinnen Simone Huss und Bettina Wentzel ist es erfolgreich gelungen dem Leser die Vielzahl der Techniken im Zusammenhang mit den anatomischen Strukturen auf eine sehr anschauliche Art und Weise zu vermitteln. 
Dieses Sachbuch startet im Geleitwort mit der Betrachtungsweise unterschiedlicher Religionen in Bezug auf    die Wichtigkeit der Atmung als Antrieb des Lebens und zur Heilung. Dieser Beginn trifft sicher nicht jeden Geschmack, kann aber als Ausdruck der holistischen Therapie gesehen werden. 
Der Hauptteil befasst sich mit den Behandlungskonzepten der Diaphragmen und legt seinen Schwerpunkt auf das Zwerchfell, den Mundboden, die oberen Kopfgelenke, die obere Thoraxapertur und den Beckenboden. 
Der letzte Abschnitt handelt von der Philosophie des Yoga. Insbesondere der Teilbereich der Faszien und den Diaphragmen wird Beachtung geschenkt. Die dazu beschriebenen Übungen für den therapeutischen Alltag sind sicher sehr nützlich, ersetzten aber natürlich keine gut geführte Yoga Session. 
Dank der 185 Abbildungen auf 183 Seiten wird das Lesen nicht langweilig. Alle Befund- und Behandlungstechniken lassen sich leicht nachvollziehen und in der Praxis umsetzen. Es ist spürbar, dass in dieses Sachbuch auch viele Praxiserfahrungen der Autorinnen mit eingeflossen sind. Die Tabellen über topografische und funktionelle Zusammenhänge der Diaphragmen bieten eine gute Übersicht und eignen sich hervorragend zum schnellen Nachschlagen. Besonders sinnvoll sind die Eigenübungen, die jedes Kapitel beinhaltet. Diese eignen sich sehr gut zur Unterstützung der Therapien und appellieren an die Eigenverantwortung jedes einzelnen Patienten. Weiterhin wird auch der Bezug zu anderen Therapieverfahren aufgegriffen, wodurch der Aspekt der Ganzheitlichkeit gegeben ist.
Insgesamt weisst das Werk eine gute Übersicht und Struktur auf. Durch die Veranschaulichungen liest es sich angenehm und ist ausgezeichnet für die Anwendung in der Praxis geeignet. Da aber beispielsweise Abbildungen der Diaphragmen fehlen kann es natürlich kein Fachbuch mit 1000 Seiten ersetzen. 
Sina Schmütz 
Physiotherapeutin und Heilpraktikerin 
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Checkliste Kinderosteopathie

von Kristin Wagner und Christine Bauer

Eine Rezension von Jens Lewandowski

Mit „Checkliste Kinderosteopathie“ ist endlich ein praktisches Buch aus dem Sektor der Kinderosteopathie erschienen,dass sich aufgrund seines Formats, seines Gewichts und seiner gebündelten Information schnell als ein idealer Begleiter für die osteopathische Kinderpraxis bewährt hat.
Während man für viele andere Kinderosteopathie-Bücher einen zusätzlichen Rucksack benötigt und aufgrund des Transportgewichts schnell selbst zum Patienten wird, haben es die Autorinnen Kristin Peters und Christine Bauer geschafft auf 300 Seiten alles Wichtige für die tägliche osteopathische Arbeit mit Kindern kompakt und im handlichen Taschenbuchformat auf den Punkt zu bringen.
Klar, die Checkliste Kinderosteopathie“ aus dem Haug-Verlag ersetzt kein 1300seitiges Standardwerk, sondern sie eignet sich in erster Linie für das schnelle Nachschlagen zwischen Tür und Angel wofür auch eine klare, übersichtliche Struktur notwendig ist:
Teil eins fasst die wichtigsten Grundlagen der Kinderosteopathie rund um die Themen Embryologische Entwicklung und Geburt, mit vielen wertvollen Übersichtstabellen und stichpunktartigen Aufzählungen für das schnelle Nachschlagen.
Teil zwei beschreibt die speziell für Kinder und Babys bewährtesten Herangehensweisen für Diagnostik und Behandlung für den parietalen, viszeralen und cranialen Bereich.
Der dritte Teil skizziert kurz und knapp die häufigsten Krankheitsbilder in der osteopathischen Kinderpraxis geordnet nach den Altersgruppen „Frühgeborene“, „Neugeborene und Säuglinge“ sowie „Kleinkinder, Schulkinder und Jugendliche“ u.a. mit Überlegungen zur Differenzialdiagnose und einem stichpunktartigem Leitfaden für das osteopathische Vorgehen.
Und last but definetely not least serviert uns Teil vier genau die Informationen bezüglich der kindlichen Entwicklung, die wir in der osteopathischen Kinderpraxis immer und immer wieder nachschlagen wie beispielsweise Frühkindliche Reflexe, Lagereaktionen nach Vojta oder Meilensteine der Entwicklung. Die verschiedenen Teile heben sich farblich voneinander ab und gewährleisten so einen noch schnelleren Zugriff auf das Thema der Wahl.
Inhaltlich gibt es an der „Checkliste Osteopathie“ nichts auszusetzen. Lediglich der Umschlag könnte gerne sehr viel fester sein, da das Buch bei häufigem Gebrauch und Rucksacktransport leider schnell starke Gebrauchsspuren aufweist, bei einem Buch für mit dem stolzen UVP in Höhe von 69 Euro durchaus drin sein dürfte.

Alles in allem : sehr empfehlenswert

 

Jens Lewandowski

Dipl. Sportwissenschaftler
Heilpraktiker – Osteopathie

Zusatzversicherung Heilpraktiker

Immer wieder bekommen wir in der Praxis die Frage gestellt, wie es mit der Behandlung nach 6 Mal KG weiter gehen kann.

Sie haben Schmerzen am Bewegungsapparat ?

Die  Schulmedizin hat gute Möglichkeiten zur Diagnostik und Behandlung :
z.B. bekommen Sie als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ein Rezept über Krankengymnastik oder Manuelle Therapie  – nach abgeschlossener Diagnostik.

Den Medizinern sind allerdings die Hände gebunden, was die Anzahl der Behandlungen und die Therapiezeit betrifft.

Oft reichen die 6 Anwendungen à 15 bis 20 Minuten aus – manchmal aber auch nicht !

Jeder Mensch ist schließlich anders.

Mehr Zeit ( 50 min statt 15 min ) , eine  gründliche Anamnese, physiotherapeutische oder osteopathische Untersuchungen und Behandlungen könnten weitere  Abhilfe und Verbesserung  schaffen.

Wie kann man das finanzieren ?

Viele gesetzliche Krankenkassen unterstützen naturheilkundliche Verfahren wie Osteopathie  mit kleinen Zuschüssen.

Eine weitere Möglichkeit ist es,  sich für kleines Geld zusätzlich zu versichern und  dann – wie ein Privatpatient – die Leistungen des Heilpraktikers in Anspruch zu nehmen und erstattet zu bekommen.

Physiotherapeutische und osteopathische Behandlungen sind in der Gebührenordnung der Heilpraktiker “ beziffert“ und dürfen von allen Therapeuten der Praxis Jutta Martin abgerechnet werden.

Ein Weg zur besseren Gesundheit.